Der Kleine Raum für aktuelles Nichts entstand 2017 auf Initiative des Künstlers Michael Disqué. Seit Ende 2019 betreiben wir ihn gemeinsam. Er versteht sich als Display für die Auseinandersetzung mit dem Nichts und die daran anschließenden Fragen. Die Herausforderung besteht darin, sich etwas zu widmen, das gleichzeitig existentiell und nicht fassbar ist.
Dem Nichts wird dabei in seinen unterschiedlichen Aggregatzuständen und Formaten nachgegangen: ausgestellt werden Positionen, die sich mit der Leere/ dem Ephemeren beschäftigen, eine Ästhetik des Nebensächlichen inszenieren oder aus (wertlosen) Hinterlassenschaften bestehen. Dabei werden auch Fragen der Auf- und Abwertung im Kunstfeld verhandelt.

- Daily Sketches, 6/2023, Gruppenausstellung mit Michael Disqué, Esther Ernst, Nick Koppenhagen, Caspar Pauli und Anna-Lena Wenzel,

- - „…das Tagebuch als Arbeitgeber.“ Ein Gespräch über diaristische Praxen zwischen Esther Ernst, Nick Koppenhagen und Anna-Lena Wenzel, Poster, 6/2023

- Absurderweise passiert unglaublich viel. Ein Gespräch zwischen Birgit Auf der Lauer, Michael Disqué udn Anna-Lena Wenzel über das Format "Eine Stunde Nichtstun", Poster, 2/2023

- Ist weniger mehr? Ein Austausch über die Zukunft des Kleinen Raum für aktuelles Nichts zwischen Michael Disqué und Anna-Lena Wenzel, link, 3/2022

- POOLS – aus der Sammlung ALW, 9/2021
„Wahrscheinlich fing meine Leidenschaft für Pools damit an, dass meine Eltern sich im Schwimmbad kennenlernten. Auf jeden Fall verbrachte ich viel Zeit in Schwimmbädern und fing irgendwann an, eine Sammlung mit Pool-Bildern anzulegen. Dabei schwankte ich zwischen der Anziehungskraft von Farbe, Form und Element und dem Wunsch, das Bild des Pools als Statussymbol und Inbegriff von Sommererfrischung zu brechen. Weil das Klischee des Pools so strahlend ist, sind Bilder von leeren, vernachlässigten oder zerstörten Pools umso verstörender. Deswegen enthält meine Sammlung beides – Bilder, die den Mythos Pool beschwören und ihn dekonstruieren. Die Sammlung besteht aus gefundenen Motiven und Kunstwerken, Filmstills, eigenen Aufnahme und Bildern, die mir Freund*innen nach der Veröffentlichung meines gleichnamigen Buches von ihren Reisen schickten.“
Mit Fotos und Arbeiten von: Betongruppe, Rolf Graf, Alexandra Hopf, Hiltrud Jehle, Martin Kaltwasser mit Maik Ronz, Sylvie Kürsten, Wilma Renfordt, Volker Renner, Dierk Saathoff, Anke Schima, Birgit Schlieps, Katharina Swoboda, Karen Winzer u.a.

- Dialog - Ilse Winckler und Anna-Lena Wenzel, 1/2020
Neue Serien mit Collagen unter anderem auf der Grundlage eines Kataloges von Marino Marini & einem thüringischen Handwerksbuch. Uns interessiert die Art, wie fotografiert wird, wo Licht hinfällt und Schatten entstehen, die Körnigkeit der Farben, die Qualität des Papiers, das von Alt- bis Elfenbeinweiß verschiedene Töne umfasst.
Etwas wird isoliert und entfremdet, anderes wird aufgebrochen oder verhüllt, amorphe Wesen und surreale Szenerien entstehen. Beim Versuch der Entzifferung der Oberfläche und des Materials (ist es Haut?) wandert der Blick vom Untergrund zu den hinzugefügten Bildteilen und zurück, versucht Formen zu finden, scheitert, setzt erneut an – ein permanenter Bildfindungsprozess.

http://alwenzel.de/files/gimgs/th-33_20210911_190109-768x576.jpg
Pool-Ausstellung, 2/2021
http://alwenzel.de/files/gimgs/th-33_DSC_7207-768x512.jpg
Dialog, 1/2020